Spaß mit der Post

On 6. Oktober 2011, in Allgemein, Persönliches, by Ingo

Manchmal frage ich mich ernsthaft, welche Kompetenzen man mitbringen muss, um Zusteller bei der Deutschen Post zu werden. Da sitze ich hier gegen halb 11 morgens, telefoniere und schreibe – gehe halt dem ganz alltäglichen Wahnsinn nach, als ich unten an der Tür die Briefkastenklappe höre. Die ist zum Glück laut genug, um auch tatsächlich vernommen werden zu können und der freundliche Zusteller hat sich nicht die Mühe gemacht, sie irgendwie behutsam zu schließen.

„Gut“, denke ich „das wird wohl nichts wichtiges sein.“ – Schließlich warte ich schon seit über drei Wochen auf eine Sendung aus Hong Kong. Um so überraschter war ich, als ich dann eine Benachrichtigungskarte über ein Einschreiben in meinem Briefkasten finde – zusammen mit der Aktuellen „Jounalist“-Ausgabe.

Bitte? Moment… da hat dieser Mensch die bodenlose Frechheit und wirft mir eine Benachrichtigungskarte in den Briefkasten ohne sich auch nur im Ansatz die Mühe zu machen, meine nicht nur gut beschriftete sondern auch tadellos funktionierende Klingel zu betätigen? Gehört „Einschreiben ausliefern“ neuerdings nicht mehr zum Schulungsprofil von Postzustellern? Hatte er jetzt einfach keine Lust bei mir zu klingeln? War ihm das Wetter vielleicht zu kalt und feucht? Ist der Typ, der mir die Freundin ausgespannt hat vielleicht zu den Briefschubsern strafversetzt worden und hatte einfach nur Angst vor mir? Zu dumm, um meinen Namen zu lesen, kann er nicht gewesen sein – immerhin hat er ja den richtigen Briefkasten getroffen. Vielleicht war der ärmste auch nur total entkräftet und gar nicht mehr in der Lage meine Klingel zu drücken?

Ja… das Leben als Postzusteller kann schon echt hart und ungerecht sein.

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