Immer wieder entbrennt eine kleine Diskussion zwischen mir und einem Bekannten darüber, wie frei Software doch sein müsse. Ich für meinen Teil bin bekennender Apple-Nutzer. Ich mag nicht nur das Design – mein MacBook ist der bisher zuverlässigste Computer, der bisher durch meine Hände ging. Und da gingen schon so einige durch. Von DOS 6.0 und Windows 3.1 (ihr erinnert euch? wpid-icon_wink-2012-04-5-10-16.gif ) bishin zu Windows 7 und auch nebenher verschiedene Linux-Distributionen (SuSE, Knoppix, Red Hat, Ubuntu und viele andere), hat mich bisher noch kein System so kompromiss- und problemlos einfach genau das machen lassen, was ich machen wollte. Sicher – hier und da mus man das richtige Werkzeug suchen, aber das gilt für alle Systeme.

Das soll nun keine Laudatio auf Apple werden. Das Argument meine Bekannten ist: Die Hardware ist ja ganz weit vorn – aber man kann so wenig einstellen! Mein Argument dagegen ist: Was sollte man auch einstellen wollen? Läuft doch alles!

Nun ist MacOS X wohl eine der in sich geschlossensten Softwarestrukturen der Welt. Alles unter maximaler Kontrolle aus Cupertino. Mein Bekannter würde sich dadurch eingeschränkt fühlen, weil er nicht viel am System machen kann – ich dagegen fühle ich pudelwohl und frei zu tun, was immer mir gerade vorschwebt (zum Beispiel diesen Blog schreiben). Die Kernfrage ist also: Entsteht das Gefühl von Freiheit dadurch, dass man sie eigentlich nicht braucht? Fühlen wir uns etwa erst dann unfrei, wenn wir vor einer Hürde stehen und sie nicht überwinden dürfen? Und angenommen, das Leben wäre maximal unfrei aber auch maximal sorgenlos – jeder Mensch hätte die Möglichkeit glücklich und zufrieden zu leben, hätte dafür aber überhaupt keine Freiheit irgendwas an seinem Leben zu ändern – würde dieser Mangel überhaupt auffallen?

Spannende Gedanken, die es sich zu verfolgen lohnt. wpid-icon_smile-2012-04-5-10-16.gif

 

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