Wieder eine neue Erkenntnis. Heute hörte ich einen kurzen Vortrag darüber, wie es denn so läuft, wenn man promoviert und danach in der Wissenschaft weiterarbeiten will. Rosig sind die Aussichten nicht gerade. Erstmal ist die Frage der Finanzierung unklar (da gibt es Stiftungen, aber für die bin ich zu alt – und DFG-Projekte, aber für die bin ich zu individuell – und Bildungskredite, aber mit denen habe ich mich schon hoch genug verschuldet) und dann darf man maximal sechs Jahre vor und sechs Jahre nach der Promotion an einer deutschen Uni angestellt sein und muss dann habilitieren um eine unbefristete Professur zu bekommen. Man muss habilitieren – oder man ist raus. Eine Wahl gibt’s nicht. Und am Ende verdient man genau so viel wie mit einem Master-Abschluss in der freien Wirtschaft.

Wenn ich mir das so überlege: Noch mindestens 3 Jahre weiter machen, die Doktorarbeit schreiben, nur um dann zwangsläufig irgendwann noch ein Buch zu schreiben, um zu habilitieren, und dann genauso viel verdienen, wie ich’s jetzt schon könnte, wenn ich einfach ins Projektmanagement irgendeiner Firma wechsel? Och nö.

Gut, die Idee mit der Doktorarbeit ist noch nicht ganz tot. Schließlich gibt es dafür keine formalen Voraussetzungen. Ich kann also ohne Probleme einfach jetzt schon arbeiten und nebenher die Doktorarbeit schreiben. Anders mache ich es ja während des ganzen Studiums nicht – arbeiten und studieren. Geht beides. Und da so’n Doktortitel keine Regelstudienzeit hat, darf das dann auch ein bisschen dauern. Kein Problem. 🙂

Ich werde mir wohl mal so meine Gedanken dazu machen. Mit der Master-Arbeit bin ich ja immerhin schon fast fertig. 😉

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