Warum #fixVDS das Ziel verfehlt

On 16. Dezember 2013, in Persönliches, Politik, by Ingo

Die Piraten schaffen es mal wieder, sich selbst ins Aus zu schießen. Es mag ja ganz lustig sein, mit der Aktion #fixVDS dazu aufzurufen, dem Justizministerium Briefe mit den belanglosen Tagesinhalten zu schicken, um damit gegen die Überwachung zu protestieren. Allerdings ist es nicht so lustig, als dass es mir jetzt mehr als ein müdes Lächeln abgewinnt. Nach Außen hin signalisiert die Aktion nämlich, dass die GröNpaZ (größte Netzpartei aller Zeiten) schlechthin nicht verstanden hat, wie das mit der Vorratsdatenspeicherung eigentlich gemeint war.

Liebe Piraten: Ihr solltet die Leute nicht dazu auffordern, ihren Tagesablauf zu schildern, sondern viel mehr ein Log ihrer Verbindungsdaten zu übersenden. Da kommen bestimmt auch ein paar Seiten Papier zusammen. 😉 Die Vorratsdaten beinhalten schließlich, wer mit wem, wan wie lange eine Verbindung hatte. Ob ihr dann, dem Trollen halber, „sexuelle Verbindung mit [Name] von [Uhrzeit] bis [Uhrzeit]“ mit in die Protokolle schreibt, sei euch überlassen. 😉

Oh – und wie wär’s mit Porn-Trolling? Da gab’s doch so schöne Demo-Plakate mit der Aufschrift „The NSA has photos of my penis“. Mir ging so durch den Kopf: „Die NSA hat Fotos von meinem Penis – ich hab sie ihnen geschickt!“ 😉 Also wenn jetzt Millionen Leute Fotos ihrer Genitalien an die Geheimdienste schicken und sie danach dann alle zu den Herren Urmann+Coll. laufen, um die Dienste wegen Betrachtung von pronografischem Material abmahnen zu lassen, schlägt das gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Alle ersticken in Arbeit. 😉

Sorry – just trolling…

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