Bei meinen Streifzügen durch meine persönliche Podcast-Filterbubble bin ich auf ein spannendes Buch aufmerksam geworden. „Meditation für Skeptiker“ von Ulrich Ott. Da ich mich ja nun selbst intensiv mit der Neuropsychologie auseinandergesetzt habe, ein durchaus interessanter Ansatz: Ein Meditationsleitfaden, der völlig ohne den ganzen esoterischen Mist mit Energieflüssen, Chakren oder Wünschen an das Universum auskommt. Mit neurowissenschaftlichen Studien und Grundlagen, ohne den hirnverbrannten Kram, der sich sonst so durch die Medienlandschaft schlägelt.

Gut, „für Skeptiker“ klingt bisher ganz gut. Allerdings wohl nicht für Hektiker, mh? Ich meine: Meine bisherigen Versuche, mich mit Meditationstechniken zu befassen scheiterten meist daran, dass die meisten geführten Meditationen, die ich bisher bei Streifzügen durch’s Netz gefunden habe, früher oder Später mit irgendwelchen mystischen Energien, Lichtwesen oder Unfug von Mutter Erde, Vater Himmel und der Energie des Universums als Ganzem anfingen. Spätestens dann kann ich die Leute nicht mehr ernst nehmen. Spätestens dann fange ich nämlich an, im Hinterkopf Symptome von paranoider Schizophrenie zu suchen. Lichtwesen und das Universum liebt mich? Ja nee, is klar. ^^

Ulrich Ott macht das da völlig anders. Er führt „esoterikneutral“ in das Thema ein. Von der richtigen Sitzhaltung über das ganz normale und neutrale Beobachten des Atems und so weiter.

Nun ja, ich scheitere derzeit schon am Sitzen. Ich bin viel zu ungelenkig, um auch nur näherungsweise in den Lotos-Sitz zu kommen (schaff ich schon – aber nach etwa 30 Sekunden schmerzen die Knöcheln und Oberschenkel dermaßen, dass an eine „Konzentration auf den Atmen“ kaum mehr zu denken ist… -.-*). Einfach im Schneidersitz sitzen? Dann sacke ich irgendwann total entspannt zusammen und bekommen Rückenschmerzen. Ist also auch nicht konzentrationsfördernd. Knien? Geht, aber dann schmerzen die Füße. Liegen? Yay! Ist aber so entspannend, dass ich drohe einzuschlafen. Aber es hat ja mit üben zu tun, nicht wahr? Ich hege ja die Hoffnung, dass sich die entsprechende Beweglichkeit früher oder später noch einstellt. Oder mir reißen die Sehnen in den Beinen. Auch gut möglich.

Nun ja. Das große Ziel für die nächsten Zwei Wochen ist dann also: Sitzen lernen! Und ggf. ein Meditationskissen anschaffen. Vielleicht kriege ich es dann demnächst auch noch hin, mich auf meinen Atem zu konzentrieren, ohne an geschätzt zwei Millionen andere Sachen zu denken. Ich bin gespannt, ob’s gelingt. 🙂

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